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Die Jahrgänge


2012

Der heißeste und trockenste Jahrgang seit Menschengedenken! Zunächst milder Winter, dann im Februar Schnee und bis zu minus 25°C. Relativ niederschlagsreiches Frühjahr bis Mai, dann 3 Monate zwischen 30°C und 40°C und kein Regen! Sehr früher Erntebeginn Ende August. Geringe Mengen wegen Frost im Winter und Spätfrost an Ostern, danach Trockenheit und Hagel. Geringe Saftausbeute in den roten Trauben. Hohe Qualitäten, wenig Wein.



2011

Sehr guter Jahrgang mit ausreichend Niederschlag. Sehr gute Qualitäten und überwiegend auch gute Erntemengen. Im Weingut Hummel waren die Erntemengen allerdings gering, die Qualitäten dafür hervorragend.



2010

Schwieriger Jahrgang mit sehr viel Regen. Kompliziert Pflanzenschutzsituation. Große Ernteeinbußen durch Fäulnis. Die Qualitäten, die geerntet wurden waren bestenfalls mittelmäßig. Nur ausnahmsweise große Weine.



2009

Der vierte große Jahrgang in Folge. Heiß mit ausreichend Niederschlag. Es wurden vollreife gesunde Trauben geerntet, die komplexe, strukturierte Weine hervorgebracht haben.



2008

Der dritte große Jahrgang in Folge. Milder Winter, mit frühem Vegetationsbeginn. Warmes, nicht allzuheißes Wetter mit reichlich Niederschlag. Dadurch bedingt hoher Mehltaudruck. Dennoch überwiegend gesundes, vollreifes Traubengut. Aufgrund des reichlichen Niederschlags hohe Mineralität, hohe Extrakte und schöne Säuren. Abermals ein großer Jahrgang, nicht nur für Portugieser.



2007

Milder Winter gefolgt von einem frühen Vegetationsbeginn. Bereits über 30°C im Mai und dann mehrere Wochen über 40°C im Juni und Juli. Leichte Abkühlung und Niederschläge im August haben den Jahrgang gerettet, nachdem Reben und Trauben schon Trockenschäden zeigten. Frühe Lese mit vollreifen, gesunden Trauben mit hohen Zuckergraden. Wieder ein hervorragender Jahrgang für den Portugieser, aber auch für die späteren Sorten.



2006

Spätes, kühles Frühjahr mit viel Regen. Ab Mitte Juni heiß und trocken. Wechselhafter Juli und August gefolgt von einem warmen trockenen Herbst. Vollreife, gesunde Trauben mit hoher Mineralität bei allen Sorten aufgrund der langen Vegetationsperiode. Herausragende Bedingungen für den Portugieser. Ein großer Jahrgang.



2005

Relativ langer Winter gefolgt von einem feuchten Frühjahr und Sommer mit langem warmem Herbst. Insgesamt niederschlagsreicher Jahrgang mit hohen Anforderungen an den Pflanzenschutz. Als Folge des ertragreichen Jahrgangs 2004, geringe Erträge, die zum Teil noch durch Hagelschäden und bei den empfindlicheren, frühen Sorten (z.B. Portugieser) durch Fäulnis dezimiert wurden. Aufgrund des trockenen, warmen Herbstes und der überwiegend niedrigen Erträge, insbes. bei den mittleren und späten Sorten gute bis sehr gute Qualitäten, die auf konzentrierte, extraktreiche Weine hoffen lassen.



2004

Relativ milder Winter. Viel Niederschlag im Frühjahr und Frühsommer. Erheblicher Pilzdruck mit hohen Anforderungen an den Pflanzenschutz. Wechselhafter Sommer mit trockenen, warmen Phasen, die sich mit niederschlagsreichen Perioden abwechselten. Späte Traubenreife. Der Lesebeginn war ca. 4 Wochen später als 2003. Wir haben den letzten Cabernet Sauvignon am 12. November gelesen! Bei strenger Ertragsreduzierung und gutem Pflanzenschutz sind komplexe, konzentrierte, gut ausgebildete Weine zu erwarten.



2003

Noch ein extrem harter und langer Winter mit viel Schnee und Temperaturen bis -25°C von November bis Februar. In tiefen Lagen, und nicht nur dort, erhebliche Frostschäden, die z.T. zur Rodung der Weingärten zwingt. Außerdem durch Spätfrost verursachte Schäden an den Augen, die zum Teil zum Totalausfall, jedenfalls aber zu erheblichen Ernteeinbußen führen. Im April schlagartige Erwärmung, die in einen extrem trockenen und heißen Jahresverlauf übergeht. Praktisch kein Pilzdruck. Frostbedingt niedrige Erträge. Um 3 bis 4 Wochen vorzeitige Traubenreife. Dazu waren Kékfrankos, Pinot Noir, Merlot und die Cabernets alle gleichzeitig reif. Gesundes und vollreifes Traubengut mit extrem hohen Mostgraden. Ein in jeder Hinsicht extremer Jahrgang, der ebenso extreme, expressive, konzentrierte Weine erwarten läßt.



2002

Extrem harter, schneereicher Winter. Frost im Dezember und Januar über ca. 6 Wochen mit bis zu -24°C. Zunächst freundliches Frühjahr, dann nach dem Austrieb Anfang April Spätfrost mit -5°C . Je nach Lage wurden die Erträge um 30-50% reduziert, z.T. gab es Totalausfälle. Warmer bis heißer Sommer mit viel Niederschlag. Relativ trockene Phase im Juli und August, und dann in der zweiten Augusthälfte starke Niederschläge gefolgt von einem warmen September. Oktober wechselhaft. Allgemein niedrige Erträge. Was herein kam war von guter bis sehr guter Qualität. Ein sehr vielversprechender Jahrgang.



2001

Trockener milder Winter. Niederschlagsreiches Frühjahr gefolgt von wechselhaftem Wetter im Sommer mit viel Regen. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge von 700 mm/m² wurde weit überschritten. Starker Pilzdruck. Stabiles Sommerwetter von Mitte Juli bis Ende August; dann wieder Regen kurz vor und während der Kékoportóernte. Ab Mitte September warmer, trockener Herbst. Etwas zu wenig Sonne. Dennoch vielversprechender Jahrgang, besonders für die späteren Sorten, aufgrund des langen trockenen und warmen Herbstes.



2000

Ein niederschlagsreicher Winter mit sehr viel Schnee. Ab Mitte April bereits sommerliche Temperaturen. Heißer trockener Frühsommer gefolgt von einem trockenen warmen, gelegentlich heißen Sommer. Früher Austrieb und kräftiges ungestörtes Wachstum. Aufgrund der Trockenheit geringer bis gar kein Pilzdruck. Traubenreife ca. 2 Wochen früher als gewöhnlich. Sehr gesunde, konzentrierte, kleinbeerige Trauben. Nach dem großen 99er, ein weiterer sehr guter Jahrgang.



1999

Regenreiches Frühjahr mit entsprechendem Pilzdruck. Nicht allzuheißer, wechselhafter Sommer und dann ein fast nicht enden wollender trockener, warmer Herbst. Wenn man´s gewußt hätte, hätte man die Trauben bis Anfang November hängen lassen können. Ernteeinbußen wegen des starken Pilzbefalls im Frühsommer. Was geerntet wurde war von guter bis sehr guter Qualität.




1998

Ein regenreiches Frühjahr, ein extrem heißer, trockener Sommer und dann Regen fast während der gesamten Ernteperiode. Starker Botrytisbefall. Zum Teil mußte vor der Zeit gelesen werden, zum Teil hat es in die Ernte hineingeregnet. Ein schwieriges Jahr.